Am 19.-20. März 2019 verwandelt sich das Phantasialand in Brühl für zwei Tage ins „Javaland“ und wir sind auch dieses Jahr wieder mit zahlreichen Kollegen mit dabei. Es gibt viel zu sehen, zu hören und zu lernen und angesichts des vollen Programms überlegt sich jeder von uns, welche der Themen ihn besonders interessieren.

Andreas :

Der Besuch von Javaland 2019 ist für mich in zwei Perspektiven gespalten.
Bei all dem Fortschritt auf technischer Ebene, sehe ich dennoch ein großes Verbesserungspotenzial in der Arbeitsmethodik. Gerade auch in der Arbeit mit agilen und weniger agilen Kunden in unterschiedlichsten Projekten. Vor diesem Hintergrund erhoffe ich mir Impulse von anderen Teams und deren Erfolgen und Misserfolgen, die uns helfen bei unserer täglichen Arbeit noch besser zu werden.
Aus diesem Grund würde ich gerne mit Luke Skywalker trinken gehen, während der Architekt von seiner Sinnkrise erzählt. Nachdem ich dann das Geheimnis erfolgreicher Teams gehört habe erfinde ich mich dann neu, um Failure einfacher akzeptieren zu können, bevor ich dann im Dschungel aufwache.

Gleichzeitig sehen wir auf technischer Seite die Wichtigkeit von Cloud und Microservices immer stärker in den Vordergrund rücken – auch im Universum von SAP. Aus diesem Grund finden sich auch einige Vorträge zu diesen Themen auf meiner Agenda.

Das ganze ist gekrönt von einem Roadtrip mit Achterbahn, was will man mehr…

 

 

Gerrit:

Ich möchte mich auf der Javaland vor allem mit der Architektur und Microservices beschäftigen, um die Architekturentscheidungen, die uns oft vorgegeben werden, besser zu bewerten oder nachvollziehen zu können. Beispiele sind Datenbankmodellierungen (relationale Datenbanken sind toll) und Tracing von Microservices, aber auch Strukturierung der Anwendungen selbst, sowie Event Sourcing.

Auch einige andere Themen, die gerne etwas mathematischer werden können, interessieren mich. Ein Thema, welches mich besonders anspricht, ist „Data Science meets Software Data“. Früher habe ich mich viel mit Statistik beschäftigt, sodass mich interessiert, welche Schlussfolgerungen man aus dem Quellcode und anderen Diensten (z.B. Monitoringtools) ziehen kann. Beispiele wären z.B. zu überprüfen, ob fehlende Dokumentation des Quelltextes tatsächlich zu hohem Aufwand bei der Einarbeitung von neuen Mitarbeitern führt oder ob kein Effekt zu beobachten ist. Dazu möchte ich mich besonders mit dem Referenten unterhalten. Auch möchte ich gerne mehr über die Eingeweide der JVM erfahren.

Ein wichtiger Teil einer Konferenz ist der Austausch mit anderen Leuten. Von anderen Konferenzteilnehmern zu lernen, wie sie die Technologien einsetzen, wofür sie sie einsetzen und was für Probleme es damit gab, ist ein Vorteil gegenüber dem Konsum von Youtube-Videos.

 

Leo:

Ich möchte die Javaland 2019 nutzen, um Einblicke in die technologischen Trends zu bekommen, die seit einiger Zeit am Horizont stehen und immer mehr den Weg in unseren Entwickler-Alltag finden. Dazu gehört für mich hauptsächlich das Microservices/SCS-Konzept und Container-Systeme. Während wir beides mittlerweile schon bei Kunden-Projekten im Einsatz haben, ist es wichtig neuen Input und Best-Practices zur Entwicklung und Wartung zu bekommen.
Es passiert gerade so viel und man muss aufpassen, sich durch den Alltag nicht abhängen zu lassen. Ich hoffe am Ende der Javaland ein besseres Gefühl für die Möglichkeiten zu haben und um aufgeteilte Systeme zu monitoren und mit den neuen Verantwortungen (z.B. DevOPs) besser umgehen zu können. Abgesehen davon sind für mich natürlich alle Java-spezifischen Themen sehr interessant.
Beispiele hierfür sind Java nativ kompilieren, Neuheiten in der Sprache (Valhalla, Amber, etc), Spracherkennung und Integrationen von Spring mit Docker & Kubernetes.

Mein Termin-Plan für die Javaland ist ziemlich voll, aber ich lasse das einfach mal auf mich zu kommen und probiere so viel mitzunehmen wie möglich. (Zwinkern)

 

Matthias:

Da ich derzeit an einem Microservice arbeite, bin ich neugierig auf dieses Thema bzw. den Trend der Microservice-Architektur. Dazu gehört für mich: Wie sehen „richtig gute“ Microservices aus? Welche Architekturmuster und welche Technologien sollte/ muss man verstehen und einsetzen? Was für Herausforderungen gibt es und wie kann man diese angehen? Macht es immer Sinn, Microservices zu bauen, oder gibt es Nachteile? Der Fokus liegt darauf, was man in die tägliche Arbeit mit existierenden Microservices integrieren kann und was man beachten muss, wenn man einen komplett Neuen baut.

Das Thema ist für mich aktuell so interessant, da die Konkurrenz zwischen Webanwendungen weiter steigt und klassische Entwicklungsmodelle oft nicht mehr so gut geeignet sind (die „Monolithen“). Die Vorteile lassen sich schnell finden:

Microservices ermöglichen es, die Codequalität hochzuhalten, da statt einer riesigen, historisch wachsenden Codebase eine auf eine Zweck zugeschnittene Codebase entsteht. Diese Anwendung kann in ihrer Architektur flexibler sein als ein „alles-in-einem-Service“. Statt einem großen Team, dass sich um alle Applikationsteile kümmert und sich evtl. entsprechend aufwändig absprechen muss, gibt es verteilte Arbeit kleinerer Teams, die ihren Code entsprechend sehr gut kennen. Und ganz wichtig, ein Fehler in einem Service beeinträchtigt (nicht unbedingt) die anderen Services und kann im Falle eines Bugs separat neu ausgeliefert werden.