Wie alles begann…

Achtsamkeit liegt im Trend, das ist sicher. Das Wohl jedes Einzelnen steht mehr im Vordergrund denn je. Dies erkennen immer mehr Unternehmen. Depressionen und Überlastung bis hin zum Burnout haben in der Vergangenheit gezeigt, dass es dringend Zeit ist für einen Blickwechsel.

Achtsamkeit ist im Grunde nicht mehr, als mit sich selbst und seiner Umgebung bewusster umzugehen; das Hier und Jetzt offen, neugierig und mit mehr Akzeptanz wahrzunehmen und nicht bereits im Kopf schon ein Urteil gefällt zu haben, drei Schritte weiterzudenken, oder noch in dem gefangen zu sein, was vorgestern passiert ist. Unabhängig davon, ob dies berufliche oder private Gründe hat, unseren Gedanken ist das egal.

Stetig produziert unser Kopf innerhalb von Millisekunden neue Gedanken und Gefühle und konfrontiert uns mit Erinnerungen. Manche sind nützlich, andere behindern uns nur. Doch haben sie alle etwas gemeinsam: wir können sie nicht abstellen. Das ist als würde ich sagen, „Denk jetzt mal nicht an einen rosa Elefanten!“. Das geht nicht, unser Gehirn ist darauf nicht eingestellt. Je mehr wir etwas nicht denken wollen, umso mehr wird es sich in unserem Kopf manifestieren. Die oftmals negativ aufgeladene Gedankenspirale beginnt, sich zu drehen.

Zwar kann auch die Achtsamkeit diesen rosa Elefanten nicht wegzaubern, aber den Gedanken an ihn zumindest herunterfahren. Für mehr Konzentration und Fokus auf den Moment.

Vier Jahre ist es nun her, dass ich selbst ein Achtsamkeitstraining absolviert habe. Diese neue innere Haltung hat mich fasziniert. Damals fehlte mir die Geduld mit mir selbst. Vorurteilsbehaftete Gedanken über eine ungewisse Zukunft plagten mich. Ich war unglücklich. Ich mochte mich selbst nicht mehr.

Durch die ständige Praxis der Achtsamkeit konnte ich klare Entscheidungen treffen, das große Ganze vergessen und mich an den kleinen Dingen erfreuen. Ich hatte wieder mehr Zeit für mich selbst und konnte meine Ziele fokussieren. Ich war wieder glücklich und ich wäre heute nicht da, wo ich bin, wenn ich mich nicht zu dem Achtsamkeitstraining durchgerungen hätte.

Manchmal ist es eben einfach Zeit für Veränderungen…

In einem Halbsatz erwähnte ich meine Erfahrungen im Büro. Daraus folgte eine Präsentation gegenüber meinem Team. Zufällig nahm unser Vorstand dies wahr und so folgte eins aufs andere. Mir wurde nahegelegt, dieses große Thema, das schon längst in aller Munde lag und auch in den Köpfen unseres Managements verankert war, im Unternehmen weiterzutragen. Zwei Open Spaces später folgte eine Bestandsaufnahme über das Interesse an einem Achtsamkeitstraining. Mit großem Erfolg, 25 Kollegen konnten sich die Teilnahme vorstellen. Zur Implementierung einer achtsamen Unternehmenskultur erhielt ich von unseren Vorständen Stefan Belmann und Armin Peiker deren bedingungslose Unterstützung.

Ich begann, einen wöchentlichen internen Newsletter zu versenden, den „Mindful Monday“, der sich mit verschiedenen achtsamkeitsbasierten Themen beschäftigt und kleine Impulse für eine neue Denkweise geben soll. Jede Woche biete ich für alle Interessierten eine kurze geführte Meditation von maximal 10 Minuten. Manche kommen regelmäßig, andere zum ersten Mal. Ich freue mich über jeden neugierigen Blick!

Der Mensch benötigt 8 Wochen, in denen er täglich etwas Neues wiederholt, um es zur Gewohnheit werden zu lassen. Da liegt es auf der Hand, dass es bei Weitem nicht ausreichen würde, einen Überblick über die Grundlagen zu erhalten und sich dann vielleicht zwei Mal pro Woche für kurze Zeit mit diesem neuen Thema zu beschäftigen. Den inneren Schweinehund zu überwinden und sich in der übrigen Zeit selbst an die Praxis zu erinnern und diese auch durchzuführen, ist oft nicht leicht und so vergeht das einst noch neugierige Interesse langsam aber stetig.

In der Gruppe ist es viel einfacher, sich selbst gegenüber verbindlicher mit dem neuen Ansatz umzugehen. Durch gegenseitige Unterstützung und den möglichen Austausch bleibt er präsent. So war schnell klar, dass die communicode AG professionelle Verstärkung brauchte, damit Achtsamkeit richtig und nachhaltig ins Unternehmen einziehen kann.

Nach einer kurzen Recherche und dem Vergleich der verschiedenen Möglichkeiten auf dem Markt wurde ein Anbieter gefunden, der uns ab Februar mit Mindful Smarties und Mindful Energizers versorgen wird. In vier Modulen, die sich mit dem Körper, Gedanken, Emotionen und der Integration von Achtsamkeit in den Alltag beschäftigen, werden 19 Kollegen und ich unsere Wahrnehmung reflektieren, neue Wege kennen lernen und mit hilfreichen Trainingseinheiten versorgt, um den Moment im Alltag nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich freu mich darauf!

Wie es weitergeht, erfahrt ihr in ein paar Wochen…